App ist nicht gleich App

Von S&W - Februar 2016

 

„Apps“ sind ein Teil unseres Alltags geworden. Jeder, der ein Smartphone besitzt, nutzt die ein oder andere App. Die kleinen digitalen Helferlein stehen auf allen möglichen Endgeräten zur Verfügung, unterstützen uns beim Kochen, zeigen uns den Weg oder führen uns durchs Museum. In Deutschland nutzen 63 Prozent der ab 14-Jährigen die smarten Applikationen für mobile Betriebssysteme.

Die Abkürzung App ist in der Geschäftswelt eine Art Zauberwort für digitalen Erfolg geworden und Unternehmen aller Sparten versprechen sich viel von den kleinen Softwareprogrammen. Wenn man allerdings einen echten Zusatznutzen für die eigenen Unternehmensprozesse oder Kunden anbieten und nicht nur Geld verbrennen möchte, sollte u. a. wissen, dass nicht alle Apps automatisch überall laufen. Wir haben hier einmal die wichtigsten Fakten und Unterschiede zusammengetragen.

Native Apps arbeiten in spezifischen  Betriebssystemen

Native Apps werden gezielt für ein Betriebssystem entwickelt. Solche nativen Apps sind dann aber auch nur auf der jeweiligen Zielplattform lauffähig. Eine für Android optimierte App kann nicht auf einem iPhone abgespielt werden und umgekehrt. Für jedes System muss die App separat entwickelt werden. Die Bandbreite der Anwendungen ist sehr hoch. Die Apps können Kamera sowie andere Gerätehardware nutzen. Native Apps haben den Vorteil, dass sie auf dem jeweiligen Endgerät in der Regel eine sehr gute Performance bieten. Das gilt insbesondere für komplexen oder rechenintensive Anwendungen. Der Vertrieb von nativen Apps erfolgt meist über die App-Stores. Native Apps sind also an das jeweilige Betriebssystem gebunden, können dafür aber alle ihre Möglichkeiten nutzen und funktionieren auch ohne Internetverbindung.

Web-Apps laufen auf Internetbrowsern

Web Apps dagegen sind, wie der Name schon sagt, Anwendungen, die im Web zu Hause sind. Die App muss also nur einmal entwickelt werden und ist sofort auf allen Plattformen mit Internet Browser lauffähig. Man erreicht also mit weniger Aufwand und Kosten mehr potenzielle Nutzer. Die Daten der App liegen üblicherweise ebenfalls auf einem Server im Web. Auf diese Art können Web Apps sehr schnell und ohne Zulassungsprozess veröffentlicht und aktualisiert werden. Daraus ergibt sich aber auch der größte Nachteil von Web Apps: Web Apps benötigen zwingend eine Internetverbindung. Mithilfe von HTML 5 ist es aber auch möglich, App-Funktionen durch lokales Zwischenspeichern zu sichern.Web Apps sind an keine Plattform gebunden, können aber nicht alle Hardwarefunktionen nutzen und benötigen i. d. R. eine Internetverbindung.

Hybrid-Apps laufen auf unterschiedlichen Plattformen

Sind die Anforderungen an eine App nicht hochkomplex und rechenintensiv, können sogenannte Hybrid Apps eine attraktive Alternative sein. Hybrid Apps vereinen die Vorteile von Native Apps und Web Apps. Sie greifen auf einige Hardwarekomponenten des mobilen Endgeräts zu und bedienen gleichzeitig unterschiedliche Plattformen.