Drei kleine Buchstaben, die viel ausmachen

Von S&W - Mai 2016

 

Dateiformate für Druck und andere Zwecke

Auch Nicht-Grafiker müssen sich wohl oder übel mit Dateiformaten befassen. Das sind die, die als drei kleine Buchstaben hinter dem Dateinamen erscheinen. Dateiformate legen den Inhalt von Dateien fest. Es handelt sich dabei um vereinbarte Konventionen der inneren Struktur. Das sind Informationen eines bestimmten Datentyps, wie beispielsweise Text, Grafik, Video, Audio, Tabellen angeordnet sind.

Dateiformate für Raster- und Vektorgrafiken

Die Dateiformate haben unterschiedliche Eigenschaften und sind für bestimmte Anwendungen sinnvoll. Grafiken werden grundsätzlich in zwei Kategorien eingeteilt. Sie sind entweder Raster- oder Vektorgrafiken. Rastergrafiken enthalten Informationen in Form von gerasterten Punkten, den Pixeln. Jedem Pixel wird dabei ein Farbwert zugewiesen. Rastergrafiken sind beispielsweise Bilder aus der Digitalkamera.

Vektorgrafiken hingegen werden am Computer erzeugt. Sie bestehen nicht aus Pixeln, sondern aus Vektoren, die mathematisch definiert werden. Im Gegensatz zu Rastergrafiken kann man sie beliebig groß skalieren, also in sie hineinzoomen, ohne dass sie „verpixeln“. Das liegt daran, dass Verktorgrafiken nicht an eine Auflösung gebunden sind wie unser Kamerasensor. Vektorgrafiken werden vor allem für Logos, Schemata, Schaubilder und Piktogramme eingesetzt.

Nun gibt es Dateiformate, die für beide Grafiktypen geeignet sind, andere jedoch nicht. Hier nun die wichtigsten Formate im Überblick:

  • Möchte man eine Grafik hochauflösend drucken, empfiehlt sich beispielsweise das TIF-Format („Tagged Interchange File“). Es ist das gängigste Dateiformat für Rastergrafiken und plattformübergreifend. Ein farbiges TIFF unterstützt Millionen von Farben. Grafiken können verlustfrei komprimiert werden, was in hoher Qualität aber großer Dateigröße resultiert.
  • GIF-Dateien (Graphics Interchange Format) können mehrere Bilder in einer Datei speichern – und zwar in Form von Animationen. Weiterhin kann eine Farbe transparent geschaltet werden, sodass beispielswiese die Hintergrundfarbe einer Website durchscheinen kann. GIFs können verlustfrei komprimiert werden. Allerdings unterstützt das Format nur 256 Farben. Damit erzielt man zwar kleine Dateigrößen, aber auch eine relativ geringe Bildqualität.
  • JPG ist Datenformat und Komprimierungsverfahren zugleich. Die Bezeichnung JPG oder auch JPEG geht auf das Gremium Joint Photographic Experts Group zurück. Es kann bis zu 16,7 Millionen Farben anzeigen, unterstützt aber keine Transparenzen. Es ist das wohl gängigste Grafikformat für Webseiten, da es relativ kleine Dateigrößen hat. Diese wird durch eine verlustbehaftete Kompression erreicht. Deshalb verwendet man JPEG nicht als Arbeits-, sondern nur als Ausgabeformat für Monitore (nicht für den Druck).
  • Eine relativ kleine Dateigröße bietet das PDF (Portable Document Format). Deshalb ist es so beliebt. Andere Vorteile: Es kann Text, Grafiken und Schriftarten einbetten, interaktive Formulare beinhalten und zeigt Inhalte in einem fixierten Layout an. PDFs sind unabhängig von Auflösung, Plattform und Programm.
  • Das Standard-Format für die Weitergabe von Grafiken aus Vektorprogrammen wie Illustrator ist EPS (Encapsulated-PostScript). EPS-Dateien können Raster- und Vektordaten sowie Schriften enthalten.

Noch ein kleiner Ratgeber: Bild-Nutzungsrechte