Mehr als bunte Bildchen – Illustrationen machen Webseiten individuell

 

Eine Sprechblase auf grünem Grund, eine Kamera wie aus dem Bilderbuch oder die ganz und gar minimalistisch dargestellte Version auf einem Verlauf aus Violett bis Gelb. Wir alle kennen die kleinen bunten Piktogramme, die wir tagtäglich auf unseren Smartphones bedienen. Die Symbole haben sich in unseren Alltag eingeprägt und sind nicht mehr wegzudenken. Icons haben Hochkonjunktur und Grafikdesigner und Illustratoren sind im Zusammenhang mit der Vernetzung aller Produkte aufgefordert, sich immer neue Zeichen mit möglichst hohem Wiedererkennungseffekt einfallen zu lassen.

Die Illustration, eine Möglichkeit bildhaft auf Inhalte zu verweisen bzw. diese schnell zu erläutern, liegt voll im Trend unserer digitalen Zeit, obwohl sie fast so alt ist wie die Menschheit. Man denke nur an die Höhlenmalereien von Lascaux oder alte Holzschnitte. In der Werbung dient sie seit jeher dazu, dem Betrachter Informationen schnell und einfach zugänglich zu machen, den Text im klassischen Sinne zu „illustrieren“.

Beispiele hierfür sind Gebrauchsanleitungen und Explosionszeichnungen – und die oben genannten jüngsten Icons auf unseren mobilen Endgeräten. Dank Facebook, Apple und Co. gewinnen Illustrationen auch im Webdesign immer mehr an Bedeutung. Hier kann man sie besonders einsetzen, um sich vom großen Einerlei im Web abzuheben. Denn durch WordPress sind unzählige Themes (Motive für Webseiten-Oberflächengestaltung) auf dem Markt, die ähnlich aussehen und funktionieren. Es ist sehr bequem ein Theme zu übernehmen und schnell Logo und Farben anzupassen. Doch das führt dazu, dass sich viele Webseiten ähneln und in der breiten Masse untergehen.

Auf Persönlichkeit kommt’s  an

Konsumenten suchen jedoch zunehmend nach authentischen Marken, mit denen  sie sich identifizieren können. Mehr Charakter und Persönlichkeit im Design sind also gefragt, denn in puncto Benutzerfreundlichkeit werden sich Webseiten zunehmend ähneln. Charakter und Persönlichkeit werden durch eine markante Typografie und Design-Elemente erreicht. Aber auch mit eigenen Fotowelten, einzigartigen Illustrationen, Videos oder Animationen kann man sich vom Wettbewerb abgrenzen. Denn letztendlich soll das Design dem Auge gefallen und den Nutzer zum Lesen animieren – erst in der Verbindung von Bild und Text funktioniert das Storytelling.

Um den Content mehr in den Vordergrund zu rücken, entwickelte sich zuletzt der Design-Trend Richtung Flat Design.

Flat Design ist ein minimalistischer und moderner Style, der aus der Software-Entwicklung stammt. Er enthält ein Minimum an Elementen vermeidet jegliche Art von komplexen Farben, Verläufen, Highlights und Schattierungen.

Die Vorteile von Flat Design

  • Reduktion visueller Effekte und Farbverläufe legt den Fokus auf Bild und Text
  • Texte werden wieder besser wahrgenommen. Dies unterstützt die Renaissance des Storytelling und Content Marketing.
  • Flat Design bietet schnelle Ladezeiten und eine bessere Anpassungsmöglichkeit bei unterschiedlichsten Bildschirmgrößen.

Derzeit wird Flat Design zunehmend von Googles Material Design abgelöst: Hier erzeugen Schatteneffekte und Animationen mehr Tiefe und sorgen dafür, dass sich der Nutzer schneller zurecht findet und beispielsweise interaktive Elemente einfacher und besser erkennt.

In der Einfachheit der gegenwärtigen Illustrationstrends liegt gleichzeitig die Krux: Die Piktogramme, die einfach daherkommen, müssen eindeutig und originell auf die Inhalte hinweisen, die sich dahinter verbergen. Dafür braucht es kompetente Grafikdesigner und Illustratoren – denn auch die bekannten Bildchen sind nicht einfach mal so schnell nebenbei entstanden.

Um ein einzigartiges Benutzererlebnis zu schaffen, das heute im Netz vermehrt die einzige Möglichkeit der Unterscheidung bietet, werden handgefertigte, kundenspezifische Illustrationen immer wichtiger. Illustrationen bieten dazu ein Gefühl von Persönlichkeit und Authentizität, was mit Fotografien nur schwer zu erzeugen ist.