Jubiläumsheft Hospizbewegung – ein sensibles Thema, das uns bewegt

Von S&W - Juni 2018

Broschüre für einen sehr guten Zweck

Vor einigen Wochen kam die ökumenische Hospizbewegung Offenbach mit einer Gestaltungsanfrage auf uns zu. Die Broschüre zum zwanzigjährigen Jubiläum des gemeinnützigen Vereins brauchte ein neues Gesicht. Schnell waren wir uns im Klaren darüber, dass wir diese sensible Aufgabe gerne übernehmen würden – als Pro Bono-Projekt. Die Ökumenische Hospizbewegung hat sich die Aufgabe gestellt hat, Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Es geht darum, Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll zu begleiten und ihnen sowie denAngehörigen menschlichen Beistand zu leisten. „Menschenwürde bis zuletzt!“ heißt folglich der Leitspruch der Ökumenischen Hospizbewegung Offenbach e. V.. Die Bewegung ist nun seit 20 Jahren aktiv und wird zu einem Großteil von ehrenamtlichen Hospizbegleitern ermöglicht. Der Verein ermöglicht unterschiedliche Angebote wie das Trauercafé, die Ge(h)spräche und die Begleitung in Einzelgesprächen. Diese schwierige Aufgabe finden wir wichtig und wertvoll – und unterstützen die Arbeit an der Broschüre gerne.

Das Jubiläumsheft sollte die Arbeit der vergangenen Jahre darstellen und das Engagement der vielen beteiligten Menschen würdigen. Neben der äußeren Gestaltung, für die es eine zur Thematik passende ruhige Farbwelt zu finden galt, war es eine Herausforderung, mit den umfangreichen Texten umzugehen, die die Arbeit der Hospizbewegung beschreiben. Diese wurden weder verändert, noch gekürzt. Das Thema braucht Raum. Und es handelt sich oft um sehr persönliche Momente, die entsprechend gewürdigt werden sollen.

Farbton und Typografie sensibel gestaltet

Ein lebendiges Grau, das nicht trist ist, aber angemessen, ein warmer Goldton sowie Schwarz und Weiß bestimmen das Heft nun farblich. Durch diese Farbgebung haben wir die Möglichkeit, den Text unterschiedlich abzusetzen. Insgesamt haben wir sehr intensiv mit den Texten, die uns die Hospizbewegung zur Verfügung gestellt hat, gearbeitet. Wir haben typografisch ein hohes Niveau angestrebt und einzelne Zitate aus dem Text herausgehoben, ohne laut zu werden. Bei den Texten handelt es sich um sehr unterschiedliche Arten: Vom Interview über Erinnerungen der Ehrenamtlichen, bis hin zur Struktur der Ausbildung und verschiedene Aufgaben. Es galt, die Textarten aufzulockern und Spannung ins Heft zu bringen, damit Leser der Arbeit der Hospizbewegung mit Freude und Interesse folgen können.

 

Zum Text kam das Bildmaterial, das uns der Verein zur Verfügung stellte. Hier war es eine Herausforderung, mit den vorhandenen Fotos aus den letzten 20 Jahren zu arbeiten. Dabei mussten wir mit viel Fingerspitzengefühl zu Werke gehen. Insgesamt hat uns die Arbeit mit der Hospizbewegung viel Freude gemacht und wir haben dadurch einen Aspekt des menschlichen Lebens besser kennengelernt, wofür wir uns bedanken.