Guerilla-Marketing mit Temperament

POS Messe Flyer Guerillamarketing Tango Bild5

 

Alles Tango mit Flashmob und Hashtag

Mit einem pfiffigen Konzept für Guerilla-Marketing hat unsere Auszubildende Leonie Weitzer im Sommer 2016 einen originellen Schlusspunkt hinter ihre Ausbildungszeit gesetzt. Für ein fiktives Tango-Festival von drei Tanzschulen in Hannover entwickelte die angehende Mediengestalterin Digital und Print ein mitreißendes crossmediales grafisches Konzept, das den Tangotanz entstaubt und für eine junge Zielgruppe zwischen 20 und 30 Jahren interessanter macht.

Im Vorfeld des Festivals plante sie eine Guerilla-Aktion. Damit sollten die jungen Leute dazu animiert werden, ein Teil der Tango-Community zu werden. Die Hauptidee von Leonie bestand darin, den Tango aus den Tanzschulen auf die Straße zu holen. Ihr Hauptmotiv: Ein Foto der Oberfläche von Asphalt, der in der Sonne glitzert, mit Tanzschritten und einem Verweis ins Internet. Weitere Elemente der gesamten Kampagne waren Social Media und Street Art.

Aufmerksamkeit durch Tanz-Flashmobs

Für die Guerilla-Aktion, mit der erste Aufmerksamkeit erzeugt werden sollte, plante Leonie in der ganzen Stadt Hannover Tanz-Flashmobs. Die steigen beispielsweise tagsüber an Bahnsteigen, Bushaltestellen, am Marktplatz oder auf dem Universitätsgelände. Für die Nächte waren Flashmobs vor Kinos und bekannten Szenebars vorgesehen. Sie wählte einfach Orte, an denen sich die Zielgruppe hauptsächlich aufhält.

Ein Flashmob würde so aussehen: Zwei Personen in Alltagskleidung treffen aufeinander und fangen an zu tanzen. Der Tanz sollte nur so lange dauern, bis Passanten neugierig stehen blieben. Beide Tänzer verschwänden in der Menge. Eine dritte Person würde anschließend mit einer Spraydose und einer Schablone Fußpaare in Tangoschrittfolgen auf den Asphalt sprühen. Daneben der Hinweis: #STREETango“. Mit dem Hashtag könnten Interessierte im Netz nachforschen könnten. Durch fluoreszierende Farbe würden das Hashtag und die Schritte in der Nacht leuchten. Keine weitere Erklärung.

Guerilla-Aktionen mit Bloggern ins Web verlängern

Die Tanzszene sollte sich vor dem Start der eigentlichen Kampagne an den verschiedensten Orten in der Stadt wiederholen. Verschiedene bekannte Blogger würden im Anschluss den Trend verbreiten und Videos ihrer eigenen Tanzversuche posten. Im Anschluss könnten dann ein Workshop stattfinden und ein Gewinnspiel, bei dem Karten für das Festival und Tanzkurse verlost würden, wovon die drei Tanzschulen profitierten.

Also, wir haben während der Entwicklung und beim Lesen des Konzeptes totale Lust auf das Tangotanzen bekommen – vielleicht erstmal nur mit MP3-Player in irgendeinem Hinterhof. Am besten sollte man wohl gleich loslegen, solange es noch schöne Abende gibt. Schade, dass dieses schöne Beispiel für Guerilla-Marketing fiktiv ist.

IHK-Ehrung für Guerilla-Marketing-Konzept

Leonie Weitzer jedenfalls hat mit ihrer mutigen und pfiffigen Kampagne die Prüfer der IHK begeistert. Sie wurde als eine der besten Auszubildenden ihres Jahrgangs geehrt. Leonies Guerilla-Marketing-Konzept steht als Beweis dafür, dass man in der Kommunikation ruhig mal die bunten Bilder der Fantasie umsetzen sollte. Übrigens: In Frankfurt und Offenbach gibt es mehrere Tangoschulen und –veranstaltungen. Wer selbst Tango tanzen will, kann sich auf dem „Tangoportal“ informieren.

 

POS Messe Flyer Guerillamarketing Tango Bild3

 

POS Messe Flyer Guerillamarketing Tango Bild4

 

POS Messe Flyer Guerillamarketing Tango Bild1

 

POS Messe Flyer Guerillamarketing Tango Bild2