Wenn mehr Schein als Sein gefragt ist – Mit PHOTOSHOP wird alles schöner

Von Rainer Weihe - Mai 2019

„Das ist eigentlich ein schönes Foto von unserem Chef, wäre da nicht dieses grässliche gelbe Auto hinter ihm. Das könnt Ihr doch mit PHOTOSHOP sicher schnell ändern oder? Dann wäre es super.“ Zugegeben, das ist vielleicht ein etwas drastisches Beispiel. Aber so ähnliche Antworten bekommen wir durchaus, wenn wir Kunden bitten, uns mit ein paar Fotos für ihre Projekte zu versorgen. Neben harmlosen Farbkorrekturen und dem Wunsch nach mehr Schärfe werden wir mit äußerst anspruchsvollen Aufgaben in diesem Bereich konfrontiert. Da sollen Büroräume im Hintergrund aufgeräumt, Autos hinter Schildern sichtbar gemacht oder schlicht komplett unscharfe Aufnahmen Award-fähig gemacht werden.

Zaubern dauert etwas länger

PHOTOSHOP scheint in den Köpfen derer, die sich nicht täglich mit Fotografien beschäftigen, die Magie eines Zauberstabes zu besitzen. Ist ja auch kein Wunder, denn in den modernen Medien wird uns da so einiges vorgemacht. So zoomen Digitalspezialisten in Fernsehserien Satellitenaufnahmen auf die Beschriftung eines Kugelschreibers, den der Gesuchte auf dem Tisch einer Eisdiele liegen ließ oder zaubern aus dem dunklen Matsch einer komplett unscharfen und unterbelichteten Aufnahme ein gestochen scharfes Bild des Täters. Alles dank PHOTOSHOP.

Kunden beim Wort genommen

 

 

James Fridman, ein bekannter britischer Grafikdesigner, treibt unser Spiel mit dem schönen Schein humorvoll auf die Spitze. Er nimmt die Anfragen seiner Kunden sehr wörtlich und präsentiert seine eigenwilligen Ergebnisse öffentlich. Das tut er vorzugsweise bei Twitter zur Belustigung seiner Follower. Aber er erfüllt die Wünsche seiner Kunden nicht immer. Das gilt besonders dann, wenn junge Menschen einem vermeintlichen Idealbild ähnlicher werden wollen. Da empfiehlt er vielmehr, Kritik am Äußeren weniger ernst zu nehmen und am eigenen Selbstwertgefühl zu arbeiten. Wir haben uns einige Beispiele angesehen und finden, dass er recht hat. Manchmal muss man die Realität einfach akzeptieren. In der schönen neuen PHOTOSHOP-Welt ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Und allzu oft sieht man dem Ergebnis ohnehin an, dass es nicht echt ist.

Weniger PHOTOSHOP – und mehr gute Bilder

Spezialisten wie wir können mit diesem Werkzeug zwar einiges machen und vermeintlich unbrauchbare Aufnahmen brauchbarer erscheinen lassen. Aber das Know-how und der zeitliche Aufwand dafür sind oft unverhältnismäßig hoch. In vielen Fällen empfehlen wir deshalb unseren Kunden, von dem einen oder anderen Bild Abstand zu nehmen. Oft ist es einfacher und besser, ein neues Foto vom Firmengebäude oder einem Produkt machen zu lassen, und zwar von einem Profi. Wir sind mit vielen erstklassigen Fotografen gut vernetzt und können für fast jedes Thema oder Bedürfnis den Richtigen empfehlen. Denn eine Publikation, online wie offline, steht und fällt mit der Qualität der Bilder. Und wer hat sich nicht schon auf Facebook oder Instagram bestens über schlechte Bilder amüsiert. Noch schlimmer, wenn wenig authentische und schlechte Fotos auf der Webseite dominieren und so auch auf das Image des jeweiligen Unternehmens abfärben. Attraktive, aussagekräftige und authentische Fotos stärken die Marke und letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Deshalb sollten Investitionen in die Marke kontinuierlich und vorausschauend erfolgen. Dazu zählen auch professionelle Fotos. Sie sind das Aushängeschild jeder Marke.