Lesetipps für den Sommer 2017

Von S&W - Juli 2017

 

Bald ist Urlaubszeit und auf einer Reise oder auch zu Hause auf dem Balkon und im Garten hat man endlich mal wieder Zeit und Lust zu lesen. Wir haben unsere Mitarbeiter nach Lesetipps für die schönsten Wochen des Jahres gefragt. Und es ist eine recht bunte Mischung dabei herausgekommen, die für jeden etwas Spannendes bereithält.

Lesetipp von Susanne Karacic

Susanne Karacic ist fasziniert von den ungewöhnlichen Alltagsschilderungen des britischen Savants Daniel Tammet. In Elf ist freundlich und Fünf ist laut: Ein genialer Autist erklärt seine Welt beschreibt er sein Leben. Durch seine Augen kann man die Welt einmal aus ganz anderer Sicht kennenlernen – und seinen Horizont erweitern.

Amazon: „Daniel Tammet ist ein Genie. Er rechnet schneller als jeder Computer dieser Welt und spricht zehn Sprachen. Zahlen nimmt er als Formen, Farben und Charaktere wahr. Für Hirnforscher ist er ein besonderer Fall. Seine erstaunlichen mentalen Fähigkeiten sind auf das Savant-Syndrom und eine gemäßigte Form des Autismus zurückzuführen. In seiner Autobiografie gibt der 29-Jährige Einblick in seine Wahrnehmung der äußeren Welt, seine Suche nach innerer Ruhe und die kurzen Momente des Glücks.“

Zwei Buchtipps von Sabine Seippel

Sabine Seippel hat gleich zwei Leseempfehlungen, je nachdem, ob man sich auf einen kurzen Städtetrip oder eine längere Reise begibt: Wer Wien noch nicht kennt oder wieder einmal dorthin möchte, der sollte den Roman Eine ungeplante Reise nach Wien von Ingrid Walter mit in den Koffer packen. Die Offenbacher Autorin erzählt darin die Geschichte von Judith, die ihre geliebte Großmutter verliert. Mit einer alten Schallplatte, auf der die Großmutter, die in den Dreißiger Jahren Operettensängerin in Wien war, reist Judith nach Wien. Dort lernt die in Frankfurt lebende verheiratete junge Frau Leo kennen und findet gleichzeitig einiges über das Leben der Großmutter heraus. Sie reist immer wieder nach Wien, verliebt sich in die Stadt und in Leo. Mit dem Buch in der Hand lässt es sich in einer ganz besonderen Stimmung durch die Stadt an der Donau schlendern.

Wer sich für die englische Geschichte interessiert, der kann wunderbar abtauchen in den Romanen der Waringham Sage von Rebecca Gablé. Im neuesten Band Der Palast der Meere wird die Rivalität zwischen Elizabeth I. und der schottischen Königin Mary Stewart und der Kampf um die Krone erzählt. Isaac of Waringham erlebt das große Zeitalter der Seefahrt und der Eroberungen und Entdeckungen der Neuen Welt. Die fünf Bände bieten genug interessanten Lesestoff für den ganzen Sommer.

Skurrile Lesevergnügen

Ulrike Tanner hat sich das neue Buch des schwedischen Bestseller Autoren Jonas Jonasson (Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand) vorgenommen. In Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind befasst sich Jonasson augenzwinkernd mit der Profitgier der Menschen. Die Protagonisten gründen eine „Körperverletzungsagentur“ mit Mörder Anders in der Rolle eines Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt. Ein skurriles Lesevergnügen, das man nicht allzu ernst nehmen sollte.

Susanne Tirsch hat sich mit Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen von Margaret Craven in eine fremde Welt begeben, die eindringlich und geheimnisvoll das Leben der Indianer schildert. In dem Roman der amerikanischen Autorin wird der junge Geistliche Mark Brian in ein abgelegenes Dorf an der kanadischen Küste versetzt. Dort lernt er die uralten Tänze und Legenden des Indianerstamms kennen, hat Anteil an Leben und Tod, Freude und Leid der Dorfbewohner und legt, dem Beispiel der naturverbundenen Indianer folgend, auch die Angst vor dem Tod ab.

Ein sommerliches Must Read nicht nur für Freunde des Radsports ist der Roman Ventoux von  Bert Wagendorp, in dem Rainer Weihe sich als passionierter Rennradfahrer oft schmunzelnd wiedererkannte: Vier Jugendfreunde begeben sich im fortgeschrittenen Alter noch einmal auf die berühmt berüchtigte Strecke am Mont Ventoux. Das geschieht auf Einladung von Laura, in die alle vier verliebt waren und die dann plötzlich und spurlos verschwand. Dreißig Jahre später will Laura die vier Männer am Mont Ventoux wiedertreffen. Sie will darüber sprechen, was damals wirklich geschah. Die Rennräder auf dem Autodach und jede Menge Fragen auf dem Rücksitz machen sich die Freunde auf.